Brustkrebs Nachsorge
Eine Nachsorge nach einer Brustkrebs Operation ist sehr wichtig, weil es ist sehr schwer für Frauen ist, nach einer Krebsoperation wieder das innere Gleichgewicht zu finden. Umso schwieriger, wenn Frauen nach einer schweren Brustkrebsoperation eine lange und anstrengende Phase mit Chemotherapie, Bestrahlung durchleben
und antihormonelle Medikamenten einnehmen mussten. Des Weiteren muss jede Frau sich bewusst sein, dass Brustkrebs und dessen Behandlung wie kein anderes Organ so besetzt ist mit dem Weiblichkeitsgefühl und sexueller Attraktivität einer Frau. Die Frauen gehen oft Höllenqualen durch. Die entstellenden Operationen oder gar dem Verlust der Brust, dem Haarausfall bei einer Chemotherapie sind für Frauen sehr belastend und stellen eine tiefgreifende Identifikationsfrage für sie in den Raum. Gegen Verlust der Haare helfen Perücken aus. Doch gegen eine fehlende Brust kann kaum etwas getan werden, vielleicht Silikon.
Grundsätzlich geht es ja immer darum, dass alle Krebszellen aus dem Körper radikal beseitigt werden und der Krebs besiegt wird. Eine andere Frage stellt sich erst mal gar nicht. Nach dieser schweren Zeit, kommt dann der Alltag und viele Frauen merken, dass sie nicht mehr einfach so, wie vor der Krebserkrankung, weiter machen können. Sie fallen in ein tiefes Loch fallen.
Gerade die heutigen Nachsorgeuntersuchungen nach einer Brustkrebsoperation haben ihren Hauptaufgabenschwerpunkt auf psychische Schwierigkeiten, sich in den Alltag einzufinden, konzentriert. Natürlich findet auch eine regelmäßige ärztliche Nachsorge statt. Die ersten drei Jahre sollen alle drei Monate und nach drei Jahren eine halbjährliche Nachsorge durchgeführt werden. Jedoch, das Konzept der Nachsorge beruht auf, in erster Linie aufmerksame und unterstützende individuelle Begleitung der Frauen. Vor zwanzig Jahren ging es nur darum, schematisch durch Röntgen und Blutuntersuchung neue Krebsherde zu verhindern oder vorzeitig zu entdecken. Mittlerweile liegen die Schwerpunkte der Vorsorge eher auf Unterstützung und Fürsorge der Frauen nach dem Krebs. Dazu gehört sowohl die Verarbeitung dessen, was durchgemacht wurde als auch die Planung von Physiotherapie und zb. Lymphdrainage zur Kompensierung der OP-Komplikationen wie Lymphödeme oder überschießende Narbenbildung.
Bei den Nachsorgeterminen wird zunächst genau gefragt, wie es der Frau geht. Des Weiteren wird eingehend darüber beraten, was sie sich zumuten kann, welche Sportart sie ausüben darf, wie sie sich körperlich stärken kann. Auch Selbsthilfegruppen sind wichtige Ansprechpartner und werden empfohlen und können die Frauen nach einer Krebsoperation gut unterstützen. Der Raum für Gespräche jeglicher Art ist gerade im Bereich der Nachsorge sehr wichtig, denn die psychische Belastung ist für die Frauen in dieser Zeit sehr groß.
Neben der psychischen Untersuchung findet natürlich immer noch die körperliche Grunduntersuchung statt. Sie umfasst die Feststellung des allgemeinen Gesundheitszustandes, die Belastungsfähigkeit im Alltag, die Brust und die Lymphbahnen werden abgetastet, sowie die Gebärmutter und Eierstöcke untersucht. Es wird genauestens darauf geachtet, dass keine Veränderungen im Bereich Lunge oder Wirbelsäule auftauchen. Gerade dort können Krebszellen gut streuen. Des Weiteren wird regelmäßig eine Mammographie durchgeführt. Blutuntersuchen und andere technische Untersuchungen werden nur unternommen, wenn ein Verdacht auf Metastasierung vorliegt.